Blumenkränze selbst binden

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Oft werde ich gefragt, wo ich die Blumenkränze herbekomme, die ich gerne für meine Shootings verwende. Ich habe einmal einen solchen Kranz im Blumengeschäft binden lassen und – entschuldigt, liebe Floristen – ich finde es hat einige Nachteile: 1. die Fahrerei 2. der Preis 3. die Qualität (zu schwer, zu dick, zu künstlich,…) deshalb: selbst gemacht ist immer noch am besten. Auf einem Festival habe ich einmal solche Kränze gesehen und dann gedacht, das kann doch nicht so schwer sein und es selbst ausprobiert. Und es ist auch gar nicht schwer. Da einige von euch schon gerne wissen wollten, wie ich die Kränze mache, kriegt ihr hier jetzt eine Anleitung, so wie ich es mache. Es gibt wahrscheinlich noch bessere Techniken, aber die kenne ich leider nicht.

Ihr braucht:

dünnen Draht, Schere, Kordel, ein schönes Band und Blüten.

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An Blüten kann man eigentlich alles nehmen, was einem gefällt und was nicht ganz so schnell schlapp macht. Ich habe dieses Mal Wiesenblumen genommen. Gräser passen auch sehr schön dazu. Am besten nicht so große schwere Blumen nehmen.

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Dann schneidet ihr ein Stück Draht ab, doppelt so lang wie der Kranz später groß sein soll. Das ist sozusagen das Grundgerüst. Ich messe immer an einem schon vorhandenen Kranz. Ihr könnt aber auch an eurem Kopf messen. Lieber ein bisschen größer machen, man kann später immer noch was einrollen oder abschneiden.

Den Draht doppelt legen, dann habt ihr mehr Stabilität, und die Enden zu Schlaufen formen:

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Danach den Kranz mit Kordel umwickeln. Ich ziehe sie einmal durch die Schlaufe und wickele dann von links nach rechts. Die Kordel muss ziemlich lang sein, mindestens doppelt so lang wie der Kranz, da durch das Wickeln ziemlich viel Verschleiß ist. Ich lasse an beiden Enden des Kranzes relativ viel Kordel hängen, denn damit möchtet ihr nachher ja den Kranz zubinden – außerdem sieht es schön aus, wenn noch Bänder hinten runter hängen, finde ich.

(Man kann auch verschiedenfarbige Bänder nehmen, wenn man später nur wenige Blüten reinflechten will, so dass man die Bänder noch sieht.)

Am Ende einfach einen Knoten machen.

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Dann wickele ich noch ein Stoffband darum, vor allem damit am Ende die Bänder schön aussehen. Am Ende wieder einen Knoten.

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Jetzt kommt der schöne Teil! Die Blüten…

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Die Kunst ist jetzt nur, die Spitzen nach links zu legen und die Stiele nach rechts, wenn ihr am linken Ende anfangt und nicht umgekehrt. Ist das gleiche Prinzip wie beim Adventskranz.

Ich wickele wieder mit einer langen Kordel die Blüten nach und nach fest:

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Hier kann man natürlich je nach Geschmack binden. Es sieht auch schön aus, nur wenige Blüten zu nehmen und dafür ein schöneres Band.

Am Ende einfach die Stiele abschneiden und die Kordel eng drum wickeln, evtl. auch den Draht vom Blumenkranz ein paar Mal mit der Kordel zusammen eindrehen. Dann einfach die Enden verknoten und die Kordel entweder kurz abschneiden oder auch lang hängen lassen.

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Und fertig ist das gute Stück:

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Und am Schluss noch ein Tipp zur Aufbewahrung, damit die Blüten schön frisch bleiben:

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Verwendet habe ich den Kranz für ein Fairytale-Shooting mit Frederike, die heute kam. Ich freue mich schon, euch bald die Bilder zeigen zu dürfen!

Solltet ihr noch Fragen haben, könnt ihr gerne schreiben, kommentieren, anrufen…

Alles Liebe,
Esther